Potsdamer Klimapreis „Kleiner König Zukunft“ verliehen

Der Potsdamer Klimapreis „Kleiner König Zukunft“ ist am Sonntag beim Umweltfest im Volkspark an Astrid Buzin mit dem Projekt Essbare Wildpflanzen, Kathi & Käthe – FairVerpackt und die Baugemeinschaft Dieselstraße übergeben worden.

Die Preisträgerinnen des Klimapreises 2019 mit Oberbürgermeister Mike Schubert und Stadtwerke-Geschäftsführerin Sophia Eltrop. Foto: jab

Umweltfest 2019 im Volkspark mit ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal, Marie-Luise Glahr von der Bürgerstiftung und Oberbürgermeister Mike Schubert. Foto: jab

Was kommt alles in die Blaue Tonne für Papier und Pappe? OBM Mike Schubert am Stand der Landeshauptstadt beim Umweltfest. Foto: jab

Der Potsdamer Klimapreis „Kleiner König Zukunft“ ist am Sonntag beim Umweltfest im Volkspark an Astrid Buzin mit dem Projekt Essbare Wildpflanzen, Kathi & Käthe – FairVerpackt und die Baugemeinschaft Dieselstraße übergeben worden. Oberbürgermeister Mike Schubert und die Geschäftsführerin der Stadtwerke Potsdam GmbH, Sophia Eltrop, lobten das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger für den Klimaschutz. „Während die Bundesregierung ein Klimapaket vorgelegt hat, das vor allem bei den Themen CO2-Steuer und Verkehr nicht mutig genug ist, um die gesteckten Klimaschutzziele einhalten zu können, zeigen uns die Menschen vor Ort, wie jeder Einzelne von uns persönlich in seinem Alltag zum Klimaschutz beitragen kann. Danke für Ihr Engagement für mehr Umweltschutz“, sagte Mike Schubert. Der Klimapreis der Landeshauptstadt wurde am Sonntag zum achten Mal verliehen.

Der Preis wird von der Landeshauptstadt Potsdam, den Stadtwerken Potsdam, dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Verein Energie Forum Potsdam e. V. verliehen. Zu gewinnen gibt es jeweils 1000 Euro und die Trophäe „Kleiner König Zukunft“ der Brandenburger Künstlerin Solveig Karen Bolduan. Entscheidend für die Auswahl der Jury waren konkrete Nutzeffekte und die Anwendbarkeit ebenso wie die Kommunikation und Sichtbarkeit, Kreativität und Originalität, aber auch Innovation sowie Zukunftsfähigkeit.

Die Bewerberprojekte zeigen in diesem Jahr spannende Ideen aus den Bereichen Konsum, Bauen und Wohnen sowie nachhaltige Umweltbildung. Mit diesen Projektideen werden beispielhaft Antworten auf die Fragen gegeben, wie Einkäufe mit weniger Verpackung gestaltet werden können, wie das Bauen neuer Wohngebäude in Zukunft gestaltet werden kann und wie ein nachhaltigerer Umgang mit der Umwelt gepflegt werden kann. Astrid Buzin betreibt eine Kochschule, in der sie ausschließlich Wildpflanzen ohne Pflanzenschutzmittel, unverpackt und aus der Region einsetzt. Für ihren Laden FairVerpackt in Babelsberg, bei dem die Kunden eigene Gefäße oder abwaschbare Papiertüten zum Einkaufen nutzen, haben Katharina Kaiser und Katja Skurcz den Klimapreis erhalten. Und die Baugemeinschaft Dieselstraße, die von der Stadtkontor GmbH betreut wurde, erhielt den Preis, weil die Häuser mit überdurchschnittlichen Dämmwerten und der Nutzung von Erdwärme für die Beheizung sowie Solarthermieunterstützung für die Warmwasserbereitung als KfW-Effizienzhäuser 70 errichtet wurden.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des Potsdamer Umweltfest im Volkspark. Mehr als 130 Akteure aus der Region stellten an Infoständen, in Workshops und bei zahlreichen Mitmachaktionen ihre Ideen und Projekte in den Bereichen Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit vor. Dabei wurde der Schwerpunkt des vergangenen Jahres auch in diesem Jahr erneut auf alternativen Mobilitätsangeboten liegen. Die Landeshauptstadt Potsdam informierte über Radverkehrsthemen und den Ausbau der Elektro-Ladestationen. Darüber hinaus stellten sich unter anderem Initiativen und Projekte aus den Bereichen Müllvermeidung, Fairer Handel, Upcyling, vegetarische und vegane Ernährung, nachhaltige Lebensweise und Umweltbildung vor. Das Bühnenrahmenprogramm wurde durch den Zauberer und Bio-Chemiker Oliver Grammel gestaltet, der mit seiner „WissenschafftSpaß-Show CheMagie“ verzauberte.

Für die Anfahrt zum Umweltfest konnte die ViP-Einzelfahrt (Potsdam AB) als Tageskarte genutzt werden, Kinder bis 15 Jahre durften kostenfrei fahren.

Handlungsfelder